Auktionshäuser im Vergleich
Wer bei mehreren Auktionshäusern bietet, merkt schnell: Die Bedingungen unterscheiden sich stärker als die Angebote. Aufgeld, Zahlungsfrist, Abholfenster und die Frage, ob Privatpersonen überhaupt bieten dürfen, entscheiden mit über den Endpreis. Hier finden Sie die Konditionen der Auktionshäuser, deren Lose DACH-Auktionen.com erfasst – jeweils mit Link zur Originalquelle.
| Auktionshaus | Land | Käuferaufgeld | Wer darf bieten? | Laufende Lose |
|---|---|---|---|---|
| Aurena | Österreich | Üblicherweise 18 % Auktionsgebühr zzgl. 20 % Umsatzsteuer; bei differenzbesteuerten Posten 22 % Auktionsgebühr. | auch Privatpersonen* | 3.580 |
| Hämmerle | Deutschland | noch nicht geprüft | – | 1.835 |
| Justiz-Auktion | Deutschland | In den AGB ist kein Käuferaufgeld genannt; zum Höchstgebot kommen ggf. Versandkosten. | auch Privatpersonen* | 880 |
| I.P.G. Versteigerungen | Österreich | 18 % Versteigerungsgebühr zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. | auch Privatpersonen* | 331 |
| AC1 Auktionen (Chemnitz) | Deutschland | 15 % zzgl. MwSt. bei Präsenzauktionen in Chemnitz; 18 % zzgl. MwSt. für Online-Bieter, Vor-Ort-Auktionen beim Einlieferer und Insolvenzauktionen. | nur Gewerbe | 88 |
| Industrie-Auktionshaus Bickel | Deutschland | 18 % auf den Zuschlagspreis (sofern im Katalog nicht anders angegeben); Umsatzsteuer auf Zuschlag und Aufgeld, bei entsprechend gekennzeichneten Posten nur auf das Aufgeld. | auch Privatpersonen* | 47 |
| IndustrieWert | Deutschland | 18 % auf den Zuschlag zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. | nur Gewerbe | 26 |
| Industrierat West | Deutschland | 18 % vom Nettopreis; Umsatzsteuer auf Zuschlag inklusive Aufgeld. | auch Privatpersonen* | 14 |
| HT Hanseatische Industrie-Consult | Deutschland | Wird je Auktion gesondert festgelegt; Umsatzsteuer auf Zuschlag und Aufgeld. | auch Privatpersonen* | 7 |
| industrieauktion.online | Deutschland | 18 % des Höchstgebots zzgl. MwSt.; bei nicht umsatzsteuerpflichtigen Auktionen (z. B. Privatinsolvenzen) 15 %, Umsatzsteuer dann nur auf das Aufgeld. | auch Privatpersonen* | 1 |
| Cavinnash | Österreich | noch nicht geprüft | – | 0 |
| EMA Auctions | Deutschland | noch nicht geprüft | – | 0 |
| edikte.org (Auktionshaus Köck) | Österreich | 18 % Aufgeld zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. | auch Privatpersonen* | 0 |
| Aukli Auktionen | Österreich | noch nicht geprüft | – | 0 |
Stand der Konditionen: September 2026, Lose: 29. September 2026. * soweit die Bedingungen keine Beschränkung nennen – einzelne Auktionen können abweichen. Verbindlich sind immer die Versteigerungsbedingungen der jeweiligen Auktion.
Was die Unterschiede in der Praxis bedeuten
Aufgeld: Die meisten Industrie- und Insolvenzauktionshäuser berechnen ein Käuferaufgeld von rund 18 % auf den Zuschlag. Die Umsatzsteuer fällt in der Regel auf Zuschlag und Aufgeld an – in Deutschland 19 %, in Österreich 20 %. Aus einem Zuschlag von 1.000 € werden so schnell über 1.400 €. Behördliche Plattformen wie die Justiz-Auktion verlangen dagegen kein Käuferaufgeld.
Zahlung und Abholung: Häufig ist der Kaufpreis sofort nach dem Zuschlag fällig, und die Ware wird nur nach Zahlungseingang und nur an festen Terminen herausgegeben. Wer den Abholtermin verpasst, zahlt je nach Haus Lagergebühren oder einen kostenpflichtigen Sondertermin.
Zulassung: Einige Häuser lassen nur gewerbliche Käufer zu. Andere stehen auch Privatpersonen offen, verlangen aber eine Registrierung mit Ausweis, teils eine Kaution. Bieter außerhalb der EU müssen oft die Umsatzsteuer als Sicherheit hinterlegen.
Mit dem Auktionskosten-Rechner können Sie die Konditionen eines Hauses direkt einsetzen und den Endpreis berechnen.
